Donnerstag, 14. Dezember 2017

vierzehn



Heute war amselgesang den ganzen Tag offline. Also bis jetzt, kurz vor Mitternacht. Und weil es von diesem Tag auch nicht viel zu erzählen gibt, dürft ihr hier die witzige Karte von Margot vom Blog "Judika" anschauen. Den Spruch auf dem Schildchen sollte ich mir viel öfter viel mehr zu Herzen nehmen. Heute allerdings habe ich wirklich etwas getan, was mich happy gemacht hat. Hinterher, wohlgemerkt. Als ich durch war mit Aufräumen und Putzen - nicht Großputz, kurz vor Weihnachten, aber die kleine Wohnung meines Vaters, die jetzt als Gästewohnung dient und die nächsten Tage das "isländische" Enkelkind samt seinem Papa beherbergt (bis jetzt ist ja nur Herr amselgesang Opa, aber ich genieße die Enkel liebend gerne mit).
Also: genug für heute, noch den aktuellen Adventskalendertee austrinken (sehr feiner Sonnentor-"Winternacht"-Tee von Magda, der ganz ähnlich schmeckt wie meine "Schneekönigin") und ab in die Heia. Der Tag war lang, weil ich um halb fünf von Regen, Sturm und Donner geweckt wurde und nicht mehr einschlafen konnte... Na dann: gute Nacht! Und danach: guten Tag!  :)



Mittwoch, 13. Dezember 2017

dreizehn

Ich sehe schwarz!
Nein, keine Bange, ich bin nicht unter die kategorischen Pessimisten gegangen (auch wenn ich manches in dieser Welt durchaus pessimistisch sehe...). Aber heute habe ich wirklich schwarzgesehen. Das kam so:
In unserer Stadt gibt es die "Aufbaugilde", eine diakonische Einrichtung, die Arbeitslose beschäftigt und unter anderem einen Tafelladen und einen großen Second-Hand-Markt betreibt. Dorthin brachte ich eine Ladung abgelegte Kleidungsstücke und anderes Guterhaltenes und nicht mehr Gebrauchtes. Und wo ich nun schon mal dort war, schaute ich noch das Kleiderangebot durch und fand das hier:



Einen schwarzen Mantel brauche ich eigentlich schon lange, war aber immer zu geizig, einen zu kaufen, weil ich Schwarz sehr selten trage (nur zu Konzerten oder Beerdigungen). Dieser war wie neu, passte wie angegossen und war für 25 Mäuse zu haben. Gebongt!
Wenn ihr bessere Augen habt als ich, könnt ihr euch jetzt denken, was der Sohn sagte, als ich zuhause freudig das Schnäppchen vorführte: "Schönes Teil, Mama - aber du weißt schon, dass der braun ist, oder?" Nee, wusste ich nicht! Im Neonlicht der Markthalle hatte ich das Teil ganz klar schwarz gesehen... Es war ein kleiner Schock, denn ich war mir meines differenzierten Farbensehens immer absolut sicher. Aber das ist nun eben doch das Alter... die Lichtstärke nimmt ab, die Linse trübt sich sachte ein. Ich merke es im grauen Winterdämmerlicht auch immer wieder, dass ich mehr elektrisches Licht brauche als früher. 
Eine Schwarzseherin werde ich deswegen aber noch lange nicht! Auch wenn ich heute leider schwarz gesehen habe...  :-)

Dienstag, 12. Dezember 2017

zwölf



Am Samstag vom Sohn "entdeckt". Es schien hungrig zu sein... Dreißig Minuten später war es selbst vom nassen Eis verschluckt.  :)

Montag, 11. Dezember 2017

elf



Für meinen Beitrag zum Teeadventskalender habe ich einen Früchte-Gewürztee mit dem märchenhaften Namen "Schneekönigin" ausgesucht. Fast hätte das Wetter dazu gepasst, denn gestern schneite es den ganzen Tag und alles sah wunderbar winterlich aus. Heute allerdings scheint Dauerregen angesagt (eigenartig, wie anders grauer Himmel wirkt je nachdem, ob weiße Flocken oder nasse Tropfen daraus herunterfallen).
Als ich mich bei Claudia zum Mitmachen angemeldet habe, war mir eigentlich schon klar, welchen Tee ich auswählen würde, nämlich diesen hier. Dann fiel mir beim Einkauf im Reformhaus die schöne Schneekönigin-Schachtel ins Auge, und nach dem Studium der Zutatenliste war klar: den muss ich probieren. Früchtetee pur ist nicht so mein Ding, der hohe Anteil an Malve und Hagebutte macht ihn zwar schön rot, aber für meinen Geschmack auch zu einseitig sauer. Hier ist nun die Säure durch Gewürzzutaten (wie beim Chai) ausgeglichen und dadurch bekommt der Tee ein angenehm rundes Aroma.

                              

Ja, und dann lag es
natürlich nahe, das      Märchen dazu zu le-   gen. Ich fand es im    Internet (hier) und      stellte fest, dass es mir in voller Länge  ganz neu war. Ich habe es mit viel Genuss bis zu Ende gelesen, aber es war klar, dass zwei DIN-A-4-Seiten Märchen das Adventsbrief-Format doch etwas sprengen würden. Deshalb nur die Webseiten-Adresse, samt warmer Empfehlung, sich bei der nächsten Tasse Adventstee dieses ungewöhnlich und wunderbar geschriebene Märchen zu Gemüte zu führen.                      
                                 






Zum Schluss noch  eine kleine Äußerlichkeit, die aber irgendwie typisch für mich ist: Das Aufregendste für mich ist bei solchen Aktionen nicht das Basteln (im Gegenteil, das finde ich sehr entspannend), sondern das Beschriften und Befüllen von 23 Briefumschlägen!  Sind alle Adressen richtig? Hab ich überall die dazu passende Karte reingesteckt? Ist meine Schrift auch leserlich? Als ich im Akkord Adressen geschrieben hatte und ans Eintüten ging, musste ich feststellen, dass ich etwa die Hälfte der Umschläge falsch herum beschriftet hatte... also quasi auf dem Kopf stehend.  Die Versuchung war groß, noch eine neue Packung Briefumschläge aufzumachen und neu zu adressieren (liebe Claudia, du wirst mich verstehen - wie war das mit dem Perfektionismus?)  ;-)
Ich habe es bleiben lassen und denke, die betreffenden Empfängerinnen haben vielleicht leise geschmunzelt... Vorweihnachtszeit... da kann die Welt schon mal ein bisschen kopfstehen, oder?

                                                                                                                                                            
P.S. Leider scheint meine Adventspost nicht überall pünktlich angekommen zu sein, das tut mir sehr leid und ich hoffe, die Betreffenden sehen es mir nach und könne den Tee auch noch mit Verspätung genießen. Ich hätte eben doch gleich im November... ach ja. *seufz*

Sonntag, 10. Dezember 2017

zehn




Mein Blogpost zum zweiten Adventssonntag kommt erst am Abend, denn vorher musste noch gebastelt werden, und dazu hatte ich gestern keine Gelegenheit. Ja, ich habe Sterne gebastelt, und zwar aus all den schmucken Teebeutel-Tütchen der ersten zehn Tage vom Tee-Adventskalender! Die Bastelanleitung habe ich von hier. Und ich bin wirklich erstaunt und erfreut, wie schön diese Sterne geworden sind. Man braucht keine großen Faltkünste dazu, denn sie gehen einfach zu machen - die meiste Arbeit macht das Zuschneiden von jeweils zwei Quadraten aus den Tütchen. MIt dem feinen Christmas-Tea von Käthe war das aber ein Vergnügen.
Ich danke allen, von denen mir bis jetzt so feine Tee-Spezialitäten und liebevoll gestaltete Karten ins Haus geschneit sind (beim Öffnen eines Umschlages gab es tatsächlich ein kleines Schneegestöber aus winzigen Papier"kristallen")! Es ist so schön, jeden Tag voller Neugier und Vorfreude einen Umschlag zu öffnen und zu schnuppern, was wohl drin ist: Gewürztee, Vanillekipferl-Geschmack, Süßholz-Minze, Ingwer-Zitrone oder... oder... Was für ein Genuss!
Und morgen gibts dann "meinen" Tee - ich hoffe, er schmeckt!  :)

Samstag, 9. Dezember 2017

neun





GEBURTSVORBEREITUNG

Doch, auch dieses Jahr
backe ich wieder,
türmen sich Tüten, 
raschelt Papier.

Doch, auch dieses Jahr wieder:
Kerzen, Geschenke, Lieder, Tand
und ein bisschen Stress.

Warum?
Weil die Welt gerettet sein will.
Diese Welt genau hier,
von mir und keiner anderen.

                                  Ina Praetorius













Freitag, 8. Dezember 2017

acht

 

Beim Anblick der dünnen Eisdecke auf unserem "Weiher" kam mir gestern spontan dieses bekannte alte Kindergedichtlein in den Sinn:


Vom Büblein auf dem Eis
 
Gefroren hat es heuer noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher und spricht so zu sich leis:
„Ich will es einmal wagen,
das Eis, es muss doch tragen!"
 Wer weiß?

Das Büblein stampft und hacket mit seinem Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket, und krach! schon bricht’s hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt
als wie ein Krebs und zappelt
mit Schrei'n.

  „O helft, ich muß versinken in lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muß ertrinken im tiefen, tiefen See!“
Wär nicht ein Mann gekommen,
Der sich ein Herz genommen,
 O weh!

Der packt es bei dem Schopfe und zieht es dann heraus:
Vom Fuße bis zum Kopfe wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
der Vater hat’s geklopfet
                                                     zu Haus.

                                                (Friedrich Güll)
 
Ja, liebe Leute, ich weiß, das Gedicht ist furchtbar altmodisch und moralisierend, mit erhobenem Zeigefinger belehrend und am Ende sogar ziemlich schwarzpädagogisch. Ein Meisterwerk deutscher Dichtkunst ist es auch nicht, wenn auch ganz originell. Ich mag es trotzdem, ebenso wie den guten alten Struwwelpeter und - natürlich auf ungleich gehobenerem Niveau - den unsterblichen "Max und Moritz". Letzteren musste man mir im Vorschulalter nach Auskunft meiner Mutter so oft vorlesen, dass ich ihn schließlich weitgehend auswendig konnte und letztlich wohl damit lesen gelernt habe... und, haha, diese Liebe hat sich wohl vererbt, denn als mein vierjähriger Erstgeborener von seinem kleinen Bruder einmal sehr geärgert worden war, ging er wütend auf ihn los und zitierte Witwe Bolte: "O du Spitz, du Undetüm! Aber wart, ich tomme ihm...!"
Ich habe bei meinen Kindern die Erfahrung gemacht, dass auch sie, Moral hin oder her, solche altmodischen Kindergedichte mögen, wenn man sie recht ausdrucksvoll vorträgt ("Wer weiß...??" - "O weh!!"). Sie mögen alte und neue Gedichte, ernste und lustige, rührende und Quatschgedichte - einfach weil sie Reime und Wortspiele, Rhythmus und Überraschungen lieben. Und vielleicht auch, weil sie merken, wieviel Spaß es Mama oder Papa (oder Oma und Opa) macht, immer mal wieder so ein Wortschätzchen mit ihnen zu teilen und sich gemeinsam daran zu erfreuen. 
Ich denke gerade, ich werde gelegentlich einmal ein paar meiner Lieblings-Kindergedichte hier versammeln, als Anregung für andere Gedichteliebhaber und damit ich sie selber nicht vergesse. 

 

P.S. Eben fiel mir noch ein "Eis-auf-dem-See"-Gedicht ein, eins von Christian Morgenstern, das überhaupt nicht pädagogisch daherkommt, sondern auf kindlicher "Augenhöhe" und wunderbar anschaulich ist und das ich noch viel schöner finde als das oben zitierte (hier: klick).

Donnerstag, 7. Dezember 2017

sieben


Der schönste Baumschmuck ist immer noch der, den die Natur selber macht.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

sechs


"...die Großen lässt er laufen, die können sich was kaufen!" - so singen die Kinder vom Nikolaus.
Nun gut, da ich zweifellos "groß" bin, war es abzusehen, dass der liebe gute Nikolaus mir nichts bringen würde, schon gar nicht das Smartphone, das ich eigentlich nie haben wollte und von dem meine Söhne meinten, dass man heutzutage nicht drumherumkomme, weil man sonst einfach "wichtige Dinge" nicht mitbekomme und es einfach zum Leben dazugehöre. Mein Gegenargument war immer: Ich brauche ein Mobiltelefon nur zum Telefonieren (wozu es ja ursprünglich auch gedacht war), vielleicht noch für eine gelegentliche SMS, das ist ja ganz praktisch. Zum Fotografieren habe ich einen Fotoapparat und fürs Internet meinen Laptop. 
Nun hat die nicht ganz kleine Kinderschar (Geschwister und Halbgeschwister) samt Anhängen seit längerer Zeit eine What'sApp-Gruppe, wo alle Neuigkeiten und viele nette Bilder geteilt werden, und die Einzigen, die von alledem nichts mitbekommen, sind wir Alten... sofern sich nicht der Sohn erbarmt und uns mal ein Foto zeigt. Mein neuer Kirchenchor, in dem mindestens die Hälfte der Mitglieder älter ist als ich, organisiert alle Termine und Nachrichten per What'sApp und war etwas erstaunt, als ich verschämt erklärte, ich besitze leider kein Smartphone. Und wenn man alte Schulfreundinnen trifft, zeigen die einem stolz Bilder und Videos von ihren Enkelkindern, während man selber, da man ja heute alle Bilder digital knipst, nicht mal ein Familienbildchen im Geldbeutel hat... 
Kurz und gut: ich habe mein stolzes Einsiedlerdasein als Smartphone-Verächter aufgegeben, war mein eigener Nikolaus und habe mir heute mit Hilfe kompetenter Sohnesberatung so ein Ding gekauft. Mit dem obigen Foto verabschiede ich mich hiermit von meinem alten, von meinem Papa geerbten Steinzeit-Nokia. Es hat mir immer zuverlässig gedient und bei den Mitmenschen sicher mehr Aufmerksamkeit geweckt, als es das neue je tun wird ("Ooohh, so eines hatte ich früher auch mal!" - "Hach, so eins war mein erstes!" - "Cooles Teil, da kannst mit dem Traktor drüberfahren..." usw.).
RIP, gutes altes Papa-Handy... (*schnüff*).

Dienstag, 5. Dezember 2017

fünf

...nein, FÜENF!  (<- klick)

Auch im Advent braucht man manchmal was zum Schmunzeln... und wo wir doch gerade bei den Kindheitserinnerungen waren: "Gute alte Zeit"!  ;-)

Montag, 4. Dezember 2017

vier



In einer Schachtel unterm Dach fand ich zu meiner Überraschung Möbel aus unserer alten Puppenstube, mit der schon meine Mutter als Kind gespielt hat, auch das kleine Schwarzwaldmädel mit dem Bollenhütchen dürfte noch aus dieser Zeit stammen. Die Puppenstube gab es, ganz alte Schule, nur zu Weihnachten zum Spielen, spätestens Ende Januar verschwand sie wieder. Meine Schwester und ich freuten uns immer sehr darauf. Sie gehörte zu Weihnachten wie der Christbaum und hatte deshalb, trotz oder vielleicht gerade wegen des altmodischen Stils, noch einen ganz anderen Glanz als das feine große Puppenhaus, das bei meiner besten Freundin das ganze Jahr über im Zimmer stand.
Wo die Stube geblieben ist, weiß ich nicht, aber die Möbelchen haben mich für einen Moment um ein gutes halbes Jahrhundert zurückversetzt...  :)

Sonntag, 3. Dezember 2017

drei


"Suche den Schimmer,
suche den Glanz,
du findest ihn nimmer,
findst du es nicht ganz."

Ich weiß nicht, warum mir in der Frühe dieses ersten Adventssonntags - auf der Suche nach einem ganz anderen Buch, aus dem ich ein Zitat abschreiben wollte - gerade dieses lange nicht mehr gelesene Buch ("Stein und Flöte" von Hans Bemmann) in die Hand kam, und beim Aufschlagen gleich diese Zeilen. Und warum sie mich gleich so unmittelbar angesprochen haben. Aber doch, ich glaube, sie passen gut an den Anfang dieser drei Wochen, in denen es um das Warten, das Ausschau halten, das Suchen geht.  Irgendwie am Suchen bin ich immer - dieser Vers trägt mir auf, es bewusster und inniger zu tun. Auch wenn es, wie im Buch, erst während des Suchens allmählich klarer wird, was es mit dem Schimmer und dem Glanz auf sich hat...
"Was soll ich suchen? Was soll ich finden?" fragt der Angesprochene, Lauscher, den sterbenden Arni, der ihm mit jenen Worten einen geheimnisvollen Stein schenkt. "Du wirst schon sehen," bekommt er zur Antwort.

Leseempfehlung bzw. Geschenktipp für Menschen, die lange, langsame, tiefgründige, geheimnisvolle Märchen-Romane lieben: Hans Bemmann, "Stein und Flöte... und das ist noch nicht alles", Edition Weitbrecht

Samstag, 2. Dezember 2017

zwei


So fein war das erste "Türchen" des von Claudia initiierten und gestern auch begonnenen Tee-Adventskalenders: ein Rooibos-Tee (bei unseren Kindern hieß der früher "Räubertee"), aromatisiert mit Orange und Karamell - überaus köstlich und in Begleitung der ersten Weihnachtsbrötle ein wunderbar stimmungsvoller Advents-Auftakt! Dazu eine liebevoll handgeschriebene Karte  und eine numerierte Kerze - die 11 ist "mein" Kalendertürchen, da bin ich dran. Der Teebecher stammt vom Ulmer Weihnachtsmarkt und war vor Jahren ein Geschenk vom jüngsten Sohn (Lieblings-Teebecher!), den hübschen Untersetzer habe ich bei Manus letztjähriger Adventskalender-Aktion bekommen (ich weiß leider nicht mehr, von wem... aber ich liebe ihn).
Heute abend werde ich den zweiten Umschlag öffnen und freu mich schon auf eine weitere Tee-Überraschung! Eine Dokumentation der Genüsse gibt es dann jeweils zusammengefasst am Wochenende.

Freitag, 1. Dezember 2017

Dezembertage: eins

Mein ganz persönlicher Foto-Blog-Adventskalender beginnt hier und heute: Ein Bild jeden Tag, ein bisschen Text dazu (und manchmal sicher auch etwas mehr).
Damit endlich wieder ein bisschen Zug in meine Bloggerei kommt, auch ohne allzu viel kostbare Adventszeit am PC zu verbringen - und weil ich, nach manchen Anfechtungen bzgl. "weitermachen oder aufhören", feststelle, dass ich einfach sehr viel Freude an meinem Blogtagebuch habe und immer wieder froh bin, hier in den vergangenen Jahren doch einiges festgehalten zu haben, an das ich mich gerne erinnere und das ich in seiner Alltäglichkeit sonst wohl nicht extra in Wort und Bild verewigt hätte (ganz zu schweigen von den schönen Kontakten, die dadurch geknüpft wurden und werden).


Pünktlich zum 1. Dezember: Himmlischer Puderzucker in unserer nicht sehr schneeverwöhnten Gegend. Ein Hauch von Winterstimmung, auch wenn es morgen wohl wieder regnen wird...

Sonntag, 26. November 2017

Advents-Countdown






Ich gehöre ja nicht zu den Menschen, die leicht in Adventsstimmung kommen und Anfang November mit vorweihnachtlichem Elan beginnen, Plätzchen zu backen, Geschenke zu verpacken und die Wohnungsdekoration zu planen. Bei mir kommt das meist erst so ganz allmählich in Schwung (und ich deshalb regelmäßig ein bisschen in Zeitdruck). Entsprechend groß ist meine Hochachtung für Mitmenschen, die es schaffen, sich diese Zeit mit ihren vielen schönen Vorbereitungen gut einzuteilen und z.B. Adventskalender-Briefe schon Mitte November zu verschicken: inzwischen sind schon vier Tee-Adventskalenderbriefe bei mir angekommen und haben Vorfreude geweckt.
Außerdem hat der Sohn Mitte November gemeint, es sei nun höchste Zeit, mit dem Brötlebacken anzufangen. Und er hat das auch gleich in die Tat umgesetzt und unglaublich feine Husarenkrapfen gebacken, mit Orangenschale im Teig und extraviel Orangengelee obendrauf. Köstlich! Ich habe einen Honigkuchen beigesteuert und mich gleich viel adventlicher gefühlt.
Inzwischen haben wir schon vier (!) Sorten Guetsle (die es natürlich nicht bis auf den Weihnachtsteller schaffen werden - aber vorher schmecken sie ja eh am besten). Und da der Advent dieses Jahr nur ganze drei Wochen dauert, muss man einfach ein bisschen früher anfangen mit dem Genießen...   :-)

Sonntag, 5. November 2017

Behinderungen


Ob er wohl sehbehindert war, der Containerabsteller?
Oder einfach nur ein Handicap in Sachen gesunder Menschenverstand hat...? 
Als Rollifahrer wird man sich hier jedenfalls doppelt behindert fühlen.

Donnerstag, 2. November 2017

Die Letzten der Schönen



Weil es so lange dauert, bis sie wiederkommen, muss man sie doppelt intensiv genießen.
Fotografiert im letzten Büchsenlicht auf dem Balkon, mit einem sich in der Scheibe dahinter  zauberhaft spiegelnden Abendrot.

Mittwoch, 1. November 2017

Ver(k)rückt


Wie gut es einem normalerweise geht, merkt man ja oft erst, wenn irgendein Körperteil auf einmal nicht mehr so selbstverständlich und unauffällig funktioniert, wie man das gewohnt ist. Verglichen mit manchen Gleichaltrigen bin ich in Sachen Gesundheit vom Leben ziemlich verwöhnt worden, und dafür bin ich sehr dankbar. Wenn jetzt solche Dinge wie erhöhter Blutdruck (erblich bedingt) oder empfindlicher werdende Augen mich daran erinnern, dass ich eben doch "kein heurig's Häsle" mehr bin, dann sind das Sachen, mit denen man dank der heutigen medizinischen Möglichkeiten ganz gut zurechtkommen kann. Und manches, was mich in jüngeren Jahren geplagt hat - wie z.B. Kopfschmerzen oder Rückenbeschwerden - hat sich wunderbarerweise mit dem Älterwerden "ausgewachsen" und macht mir überhaupt keine Probleme mehr.
Dafür zwackt es seit drei Tagen ziemlich heftig am Knie, am rechten. 
Am Sonntagmorgen saß ich noch munter auf der Orgelbank, beim Heimkommen fühlte sich das Knie schon irgendwie komisch an, und als ich vom Mittagessen aufstehen wollte, tat es übel weh und war, wie sich zeigte, dick geschwollen. Mir war sofort klar, dass sich hier die Meniskusbeschwerden von vor einem Jahr wieder meldeten - damals war es nicht so schlimm gewesen und von selber wieder "gut" geworden, so dass ich den verordneten MRT-Termin abgesagt hatte. Vermutlich die falsche Entscheidung, denke ich jetzt.
Jedenfalls standen am Sonntag noch zwei weitere Orgeldienste an, nachmittags bei einem ungarischen Gottesdienst und abends bei einem kleinen Konzert zusammen mit einer Alphorngruppe (ja, echt!) - wie sollte ich nur überhaupt auf die Empore klettern, vom Pedalspiel ganz zu schweigen? 
Aber wie gut, wenn man einen (tier)medizinisch versierten Sohn zuhause - und der auch noch das richtige Zeug zur Hand - hat: Heparin-Gel für Pferde(!)beine aufs Mamabein geschmiert, Bandage drumherum, Omas alte Krücke vom Dachboden geholt, der ungeschickten Mama die motorisch richtige Handhabung beigebracht: am Nachmittag musste ich mich zwar noch mehr oder weniger auf die Orgelbank tragen lassen, aber bis zum Abend konnte ich schon selber die Treppe raufkrücken und sogar ein Stück mit ganz wenig Pedal spielen, ein anderes musste ich weglassen, der Rest war zum Glück auch ohne Füße spielbar. 
Mit einer Kombination aus Pferdesalbe tagsüber und Retterspitzwickeln über Nacht ging es dann die letzten beiden Tage so ordentlich, dass ich auch die Proben für ein Chorkonzert samt Aufführung gestern mitmachen konnte (die Uraufführung eines Auftragswerkes für die Reformationsfeier in unserer Stadt, ein wunderschönes "Ökumenisches Magnificat" des britischen Komponisten Peter Bannister). Darüber war ich sehr glücklich, denn wir hatten viel dafür geprobt und ich wäre wirklich traurig gewesen, wenn ich nicht hätte mitsingen können.
Heute allerdings geht nicht mehr viel, ohne Bandage kann ich nicht auftreten, mit auch kaum, und so sitze ich auf dem Sofa und schreibe endlich mal wieder einen Blogpost, ein angefangener Strickstrumpf harrt der Vollendung, und Bücher gibt es ja auch genug.
Und morgen melde ich mich zum MRT an. Diesmal ganz sicher.



(Die Sonne ist rausgekommen, während ich schrieb... ach ja, und der Hund ginge jetzt sicher genauso gern raus wie ich...)


Sonntag, 29. Oktober 2017

Einfach Bilder

...mal ohne viele Worte, die es ja auch gar nicht unbedingt braucht bei so schönem Herbstlicht und Wassergespiegel, Himmelblau und Blättergoldrot: Bilder von einer wunderbaren Oktoberwoche am Neuchâteler See.

Am Anfang wie immer eine Wanderung durch die wildromantische Areuse-Schlucht:







Blätterzauber im Vergehen...






In der klaren Herbstluft reicht die Sicht bis zum Berner Oberland - voilà: Eiger, Mönch und Jungfrau überm blauen See.



Starenschwärme über dem Jura.
 


 Dahlien - en gros und en detail.



Teepause und Schattenspiele im Garten.




 Der Hof in Grandchamp mit dem Brunnen und diesem wundervollen Hausbaum.




Und schließlich, auf der Heimfahrt aus dem Zugfenster geknipst, der Rheinfall.



Der Oktober ist doch einfach der schönste Monat (wenn man mal alle anderen beiseitelässt...)!   ;-)